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Führen unter Druck

Souveräne Kommunikation & Rollenklarheit im Leitungsalltag

1. Ausgangslage & Zielsetzung

Im sozialen Sektor bewegen sich Leitungskräfte – von der Einrichtungsleitung bis zur Geschäftsführung – kontinuierlich in hochkomplexen, mitunter widersprüchlichen Spannungsfeldern. Jedes Spannungsfeld erzeugt systemischen Druck. Ungesteuerter Druck wiederum erzeugt Stress oder Verunsicherung und kippt in unproduktive Muster: überhöhte Eigensteuerung, diffuse Handlungsblockaden, akute Überlastungs- und Burnout-Risiken. Die Folgen sind: Ausweich- und Verlagerungsstrategien, dysfunktionale Kommunikation und der schleichende Verlust von Führungssouveränität.

 

Zielsetzung

Ziel des Formats Führen unter Druck ist es, die operative Handlungs- und Steuerungsfähigkeit von Leitungskräften in komplexen Drucksituationen nachhaltig zu sichern. Das Format bietet einen geschützten, methodisch flankierten Rahmen, um Arbeitsabläufe, Rollenanforderungen und daraus resultierende Druck-Szenarien pragmatisch zu bearbeiten.

  • Schnittstellen beweglich halten. Wir bauen die kommunikativen Skills der Leitungskräfte aus – für eine klare, professionell standhafte Dialogführung gegenüber verschiedenen Anspruchs- und Interessengruppen (Team, Leistungsträger, Klient:innen etc.).

  • Rollenklarheit festigen. Wir stärken die „innere Haltung und Position“ der Leitungskräfte – zwischen Polen wie Disziplinarverantwortung, Team-Führung und Erwartungen von Kostenträgern und politischer Verwaltung. 

  • Handlungsspielräume erweitern. Wir erarbeiten konkrete, gleichzeitig konsequente und deeskalierende Kommunikations- und Verhaltensoptionen – für den direkten Einsatz unter Druck im Arbeitsalltag oder in Krisen.

 

2. Praxis-Formate

Als Träger bzw. Dachverband können Sie zwischen zwei Formaten wählen – je nach aktueller Priorität, Terminlage und personeller Konstellation.

Option A: Praxis-Sparring

  • Anzahl: 1 bis 3 Personen (Schlüsselpersonen, Leitungstandems, einzelne Einrichtungsleitungen, Regionalleitungen o. ä.)

  • Fokus: Detaillierte individuelle Standortbestimmung und maximale Verdichtung der Fallarbeit. Gezieltes Schärfen der persönlichen Rollensicherheit, Auftritts- und Verhandlungssicherheit sowie der konkreten Handlungsoptionen.

  • Umfang: 1 Arbeitstag (7 Stunden, inkl. 1 Stunde Pause)

Option B: Praxis-Werkstatt

  • Anzahl: 4 bis 6 Personen (Einrichtungsleitungen, geschlossene Leitungsteams o. ä.)

  • Fokus: Intensive, vertrauliche Fallarbeit im geschützten Rahmen. Systematische Arbeit an alltäglichen Druck-Szenarien, Erkennen wiederkehrender struktureller Muster und Erarbeiten pragmatischer Steuerungsoptionen für den Leitungsalltag.

  • Umfang: 1 Arbeitstag (7 Stunden, inkl. 1 Stunde Pause)

3. Methodischer Ansatz & Inhalte

Meiner Arbeit liegt ein flexibles, praxiserprobtes Methodenset zugrunde.

  • Systemische Fall- und Schnittstellenanalyse. Analytisches Freilegen von unproduktiver Reibung, strukturellem Druck und Rollenkonflikten in den unterschiedlichen Aufgaben- und Beziehungskonstellationen.

  • Kommunikation im Alltagsdruck. Klare Erwartungsklärung, professionelle Abgrenzung und standhafte Dialogführung nach außen (Behörden/Leistungsträger/Partner), nach innen (Team/Klient:innen) und nach oben (Vorstand/Träger) – ohne unnötige Eskalation zu erzeugen.

  • Selbststeuerung & Belastungsanalyse. Identifizieren persönlicher Reaktionsmuster unter Druck (z. B. Überverantwortung, Perfektionsanspruch, Abwehrimpulse). Erkennen, wie eigene Automatismen den äußeren Druck unbewusst verstärken – und wie diese Dynamik gezielt unterbrochen werden kann.

  • Auftritts- und Verhandlungssicherheit. Bei Bedarf Einbezug physischer und rhetorischer Faktoren (Körpersprache, Raumpräsenz, Stimmführung und Stressregulation in angespannten Repräsentations- und Verhandlungssituationen).

  • Konkreter Praxistransfer. Erarbeiten von direkt anwendbaren Handlungsschritten für die unmittelbare Praxis.

 

4. Rahmen & Organisation

  • Ort: Inhouse in den Räumlichkeiten des Trägers (oder in externen Räumlichkeiten nach Absprache)

  • Durchführung: Terminierung und organisatorische Feinabstimmung erfolgen nach individueller Absprache.

  • Konditionen: Das spezifische Honorarangebot sowie Details zur Abrechnung erhalten Sie auf Anfrage bzw. im Anschluss an ein kurzes, klärendes Erstgespräch.

 

5. Zur Person & Fachlicher Hintergrund

  • Operative Leitungspraxis: Seit über sechs Jahren operative Einrichtungsleitung in der freien Kinder- und Jugendhilfe mit Standort-, Budget- und Personalverantwortung (2 Standorte, 30 Mitarbeitende, 460 Kinder/Familien).

  • Leitungs- & Beratungspraxis: Jahrelange Durchführung von Fortbildungen, Prozessbegleitungen und Supervisionen für Teams, Fach- und Leitungskräfte (u. a. Change Management, Konfliktmoderation, Schnittstellenarbeit) im Auftrag von Akademien, Trägern, Dachverbänden und Behörden.

  • Präsenz, Auftritt & Stressregulation: Staatlich anerkannte Schauspielausbildung, mehrjährige Performance-Praxis und fundiertes Stimm- und Auftrittstraining. Langjährige Erfahrung als Coach für Auftrittssicherheit, Rhetorik und Auftrittspräsenz (u. a. Universität Hamburg, Führungskräfte-Training Beiersdorf AG).

  • Hochschullehre & Wissenschaft: Mehrjährige Lehrtätigkeit an Hochschulen (FOM, IU) u. a. zu Professioneller Haltung, Sozialmanagement, Change Management und Gesundheitspsychologie. Ausgezeichnet mit dem 2. Platz des Caritas-Wissenschaftspreises für eine interdisziplinäre Fachpublikation.

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© Björn Klein CC 2025


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